Fukushima

Fukushima: Kein Ende der Hiobsbotschaften in Sicht, doch die Medien schweigen

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Rekord-Strahlung im Meerwasser. Radioaktives Wasser in der Reinigungsanlage in Fukushima 1 wegen Mängel gestoppt. TEPCO hat ein Leck in Fukushima Daiichi Einheit 3 gefunden. Nächste Woche wird TEPCO damit beginnen, das kontaminierte Grundwasser in den Ozean abzupumpen.

Nach zahlreichen Pannen, einer desolaten Informationspolitik, schlechtem Krisen-management und trotz zahlreicher Vorhaben hat sich die Situation vor Ort wenig verbessert, eher verschlechtert. Immer wieder erreichen uns neue Hiobsbotschaften aus der havarierten Atomanlage und die Medien schweigen. Fukushima scheint vergessen, von den Regierungen gewollt? Warum auch berichten, Olympia kommt 2020 nach Tokio und mit Olympia viele Unternehmen, die davon profitieren, allen voran das IOC, später mehr. Fukushima: 1,5mal mehr Cäsium-137 ausgetreten, als bisher veröffentlicht! 
Wissenschaftler haben jetzt festgestellt, dass in Fukushima eineinhalbmal so viel Cäsium-137 in die Atmosphäre gelangt wie Tepco kalkuliert. Ein hoher Anteil des freigesetzten Cäsiums sei zudem direkt in den Ozean gelangt.Das berichtetet das Nachrichten- und Branchenportal der Regenerativen Energiewirtschaft IWR Online aus japanischen Medien. Ein Wissenschaftler-Team um Professor Michio Aoyama habe entsprechende Ergebnisse im Rahmen einer Tagung der European Geosciences Union in Wien ver-öffentlicht, bei der es um die Folgen des Unglückes in Fukushima gegangen sei.

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via Fukushima: Kein Ende der Hiobsbotschaften in Sicht, doch die Medien schweigen | PRAVDA TV – Live The Rebellion.

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14.000 Tote in 14 Wochen

 

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http://www.gral.de//aktuell/14.000_tote_in_14_wochen

FUKUSHIMA

14.000 Tote in 14 Wochen

Fukushima tötete in den Wochen nach dem Unglück in den USA mindestens 14.000 Menschen, vor allem Babies.

Zum ersten Mal wurde in einer wissenschaftlich anerkannten Zeitschrift eine solide Abschätzung der Anzahl von Todesfällen veröffentlicht, die im Zusammenhang mit dem Unfall beim Atomkraftwerk von Fukushima zu sehen sind. Der Epidemiloge Joseph Mangano und seine Kollegen sprechen von mindestens 14.000 Toten innerhalb von 14 Wochen nach der Katastrophe, wobei die Mehrzahl dieser Todesfälle Kinder im Alter von unter einem Jahr betraf. Veröffentlicht wurde dies im „International Journal of Health Services“ (Internationale Zeitschrift für Gesundheitsdienste).Nach dieser Studie wurde ein Anstieg von Todesfällen bei Kindern und Erwachsenen gegenüber vorangegangenen Jahren und Monaten beobachtet.

Dies deckt sich mit Berichten über erhöhte Strahlungswerte in Milch, Regenwasser und der allgemeinen Nahrungsversorgung sowohl in den USA als auch in anderen Ländern.Obwohl mit gesundheitlichen Folgeschäden nicht zwingend zu rechnen war, sieht es jetzt doch so aus, daß diese generelle Vergiftung zu einer Vielzahl zusätzlicher Todesfälle und gleicher weise auch wohl zu noch weitaus mehr Fällen von Krebs und anderen Krankheiten geführt hat. „Ein Anstieg der Todesfälle wurde in allen Altersgruppen beobachtet, aber wir finden weiterhin, daß Kinder besonders betroffen sind, weil ihr Gewebe sich stark vermehrt, ihr Immunsystem noch wenig entwickelt ist, und die Menge der aufgenommenen Radioisotope vergleichsweise größer ist als bei Erwachsenen“, erläuterte Mangano.  (Quelle: „Natural News“ vom 07. Januar 2012). Ob man wohl von vergleichbaren Studien aus dem betroffenen Japan selbst etwas hören wird? Dort sollten sich solche Folgen ja doch wohl sehr viel deutlicher zeigen.

via Gral.de: Aktuell: 14.000 Tote in 14 Wochen.

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Hoch radioaktives Pulver in Tokio entdeckt!

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/02/fukushima-hoch-radioaktives-schwarzes-pulver-in-tokio-entdeckt/

Hier einige Auszüge:

Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hat in Japan alarmierende Beobachtungen nach der Katastrophe von Fukushima gemacht. So habe er in der Haupstadt Tokio Phänomene beobachtet, die er noch nie gesehen habe: Radioaktiver Staub, der von der Kernschmelze stammen dürfte, sei auf den Straßen der Hauptstadt gefunden worden. Der deutsche Physiker und Atomkraft-Experte Sebastian Pflugbeil hat äußert beunruhigende radioaktive Phänomene in der Millionenstadt Tokio beobachtet.

Die Vergabe der Olympischen Spiele 2020 sei ein Riesen-Fehler gewesen. Denn selbst in Tokio gibt es mittlerweile Strahlenwerte, die nur von Rückständen der Kernschmelzen stammen können. Pflugbeil sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, es gebe Messungen, „die machen mehr als unruhig“. Pulvrige schwarze Rückstände, ähnlich einer getrockneten Pfütze, waren auf der Straße sichtbar.

Dieses Pulver war so hochgradig radioaktiv, dass es nur von Rückständen der Kernschmelzen stammen kann. Wie das Pulver bis nach Tokio transportiert wurde, ist bislang nicht bekannt. Besonders gefährlich ist das für Kinder, die oft am Boden spielen oder auch mal hinfallen. Immer wieder muss man feststellen, dass dekontaminierte Flächen nach einiger Zeit wieder belastet sind.

Sebastian Pflugbeil zur Bekanntgabe von Tepco, demnächst gewaltige Mengen radioaktives Wasser in den Pazifik abzulassen:

Jeden Tag gelangen 400 Kubikmeter kontaminiertes Wasser in den Ozean. Was aber keiner weiß: Die gleiche Menge sickert jeden Tag über das Grundwasser in den Pazifik. Das bedeutet, dass 800 Kubikmeter radioaktive Brühe tagtäglich in die Umwelt gelangen. Das geschieht seit drei Jahren.

Lesen Sie den kompletten Artikel auf:  http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/02/fukushima-hoch-radioaktives-schwarzes-pulver-in-tokio-entdeckt/

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Zeitbombe Fukushima

Drei Jahre nach Super-GAU droht noch immer neue Katastrophe. Radioaktivität in Reaktorruine entspricht 10000 Hiroshima-Bomben. 1,6 Millionen Menschen in Todeszone

veröffentlicht und zu lesen auf: http://www.jungewelt.de/2014/03-11/012.php

Von Jana Frielinghaus
Ein wenig kann man das Verhalten der Zuständigen im dicht besiedelten Osten Japans verstehen: Augen und Ohren zu und sich selbst und den anderen einreden, es sei alles gar nicht so schlimm. Tatsächlich ist die Lage drei Jahre nach dem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala am 11. März 2011 und der davon ausgelösten Katastrophe im Atomkraftwerk Fuku­shima Daiichi alles andere als »unter Kontrolle«, wie Premierminister Shinzo Abe es im September vergangenen Jahres nach der erfolgreichen Olympia-Bewerbung für Tokio behauptete.
Seit dem Ende der »heißen Phase« des Super-GAU werden nahezu im Wochentakt kleine Agenturmeldungen über Unmengen ins Meer laufenden verseuchten Wassers oder ausgefallene Kühlsysteme auf dem direkt an der Pazifikküste gelegenen AKW-Gelände gesendet. Noch beängstigender sind aktuelle Berichte über den Zustand des schwer beschädigten Reaktors 4 des AKW. Denn dort lagerten bis November 2013 noch 1500 Brennelemente im offenen Abklingbecken. Ihre Radioaktivität würde bei schneller Freisetzung dem 10000fachen der 1945 über Hiroshima abgeworfenen Atombombe entsprechen.
Im November wurde mit der Bergung der Brennstäbe begonnen. Wegen der vielen Trümmerteile im Abklingbecken sind sie offenbar schwer zu finden. Das – wie die Blöcke 1 bis 3, in denen es in den Wochen nach der Naturkatastrophe zur Kernschmelze kam – durch Erdbeben, Tsunami und Explosionen schwer beschädigte Gebäude ist eine tickende Zeitbombe. Denn bei einem erneuten schweren Beben könnte es einstürzen. Arbeiten auf dem Gelände wären wegen der dann freigesetzten extremen Strahlung nicht mehr möglich, womit auch das provisorische Kühlsystem für die Reaktoren 1 bis 3 nicht mehr aufrechterhalten werden könnte. »Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, würde extrem hohe Radioaktivität in die Atmosphäre freigesetzt«, heißt es in einem ZDF-Report vom 26. Februar.
Nach ZDF-Angaben kann der Prozeß der Bergung der Brennstäbe »noch Jahre dauern«. Wo die geschmolzenen Brennstäbe in den zerstörten Reaktoren 1 bis 3 sind, weiß derzeit keiner. Denn die Radioaktivität ist dort nach wie vor so hoch, daß die Ruinen nicht betreten werden können. Zu diesen Extremrisiken kommt das Problem der verseuchten Wassermassen – das, hätte man die Kosten für effektive Schutzmaßnahmen nicht gescheut, in der heutigen Dimension nicht entstanden wäre. Hunderte Tonnen Wasser fließen aus den Bergen der Umgebung täglich auf das AKW-Areal und werden dort kontaminiert. 400000 Tonnen verseuchten Wassers stehen dort mittlerweile in etwa 1000 Tanks. Immer wieder leckt Wasser aus den Behältern und fließt in den Pazifik, zuletzt waren es Mitte Februar rund 100 Tonnen, bei denen eine Radioaktivität von 230 Millionen Becquerel gemessen wurde – als gesundheitlich unbedenklich gelten 100 Becquerel. Bereits drei Monate nach dem Super-GAU gab es den Plan, rund um das AKW einen unterirdischen Schutzwall aus Ton zu bauen, damit kein Grundwasser in die Reaktorruinen strömen kann. Doch das war dem Kraftwerksbetreiber TEPCO offenbar zu teuer. Erst im Herbst 2013 wurde beschlossen, einen Schutzwall aus Eis zu bauen. Das zuständige Wirtschaftsministerium mußte einräumen, daß nicht klar ist, ob die Technologie funktioniert. Japans früherer Transportminister Sumio Mabuchi von der 2012 als Regierungspartei abgewählten Demokratischen Partei erklärte die Entscheidung für das Verfahren gegenüber dem ZDF damit, daß die Regierung für aufwendige neue Technologien Zuschüsse gewähren dürfe, für bereits erprobte jedoch nicht. Folglich geht es auch hier darum, dem Atomkonzern TEPCO Unterstützung zukommen zu lassen.
Zur gleichen Zeit werden der Bevölkerung in den verstrahlten Gebieten – und der Mehrheit der todgeweihten Kraftwerksarbeiter – jeglicher Schutz und umfassende medizinische Versorgung vorenthalten. Legte man in der Region um Fuku­shima die gleichen Maßstäbe an, wie sie 1986 nach dem schweren Atomunfall im ukrainischen Tschernobyl angewandt wurden, müßten 1,6 Millionen Menschen, darunter 360000 Kinder, evakuiert werden. In der damaligen Sowjetunion wären Gebiete mit einer so hohen Strahlenbelastung, wie sie in Fukushima herrscht, für unbewohnbar erklärt worden. Dieser Überzeugung ist der deutsche Umweltjournalist Alexander Neureuter, der sich im vergangenen Jahr drei Wochen in der Präfektur Fukushima aufhielt. Fazit seiner Recherchen: »In Fukushima läuft seit März 2011 der größte jemals unternommene Versuch zur Auswirkung radioaktiver Strahlung auf Menschen.« Nur, daß die gesundheitlichen Folgen für diese Menschen eben nicht dokumentiert und analysiert, sondern vertuscht werden.

www.neureuters.de
www.ippnw.de
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PELP empfiehlt: http://www.ippnw.de

Pressemitteilung vom 7.3.2014

Internationale Tagung zu den Folgen von Atomkatastrophen für Mensch und Umwelt

 

veröffentlicht und zu lesen auf:

http://www.ippnw.de/startseite/artikel/5e0cea7bfa/internationale-tagung-zu-den-folgen.html

Den Opfern der atomaren Katastrophen eine Stimme geben

Arnoldshain – Drei Jahre nach der atomaren Katastrophe von Fukushima und 28 nach Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl müssen die Menschen in den betroffenen Regionen nach wie vor mit den Folgen der radioaktiven Verstrahlung leben. Auf einer internationalen Tagung haben sich auf Einladung des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau und der Ärzteorganisation IPPNW etwa 100 ÄrzteInnen, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen aus Japan, Belarus, Deutschland, den USA, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien über die Folgen der atomaren Katastrophen für Mensch und Umwelt ausgetauscht.„Das Schockierende an der atomaren Katastrophe von Fukushima ist, dass scheinbar aus Tschernobyl nichts gelernt wurde“, erklärte eine Teilnehmerin aus der Schweiz. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahren ionisierender Strahlung sind eindeutig und lange bekannt. Schon geringste Strahlendosen erhöhen nachweislich das Erkrankungsrisiko. Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung ungefährlich wäre. „Es ist allein eine politische Entscheidung, wie viele strahlenbedingte Erkrankungen eine Gesellschaft bereit ist zu akzeptieren“, erklärt Dr. Dörte Siedentopf, IPPNW. Es fehle der Wille, diese wissenschaftliche Bewertung des Strahlenrisikos in politische Handlung umzusetzen. Der Einfluss der Atomindustrie auf die Politik sei nach wie vor enorm groß – in Japan, aber auch international.Die japanischen Ärzte berichteten auf der Tagung von einem beängstigendem Anstieg der Schilddrüsenkrebsfälle bei Kindern. Da nach der Atomkatastrophe keine Jodtabletten verteilt wurden, sei mit einer Zunahme der Schilddrüsenerkrankungen zu rechnen. Schilddrüsenuntersuchungen allein reichen nach Ansicht der Wissenschaftler nicht aus. Die japanische Regierung unterbindet die Untersuchungen anderer strahlenbedingter Erkrankungen. Die japanischen TeilnehmerInnen der Tagung fordern von ihrer Regierung, alle Gesundheitsdaten, die in Zusammenhang mit der Tepco-Atomkatastrophe stehen, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.„Den stärksten Eindruck machte auf mich die Hilflosigkeit der Mütter, die sehr besorgt sind um ihre Kinder und die Zukunft nachfolgender Generationen“, erklärte eine Teilnehmerin. Mütter, die sich aufgrund der Strahlung Sorgen um ihre Kinder machen, werden in Fukushima nicht ernst genommen und sozial ausgegrenzt. Um die „Sicherheit“ der Lebensmittel aus der Präfektur Fukushima zu demonstrieren, lässt man die Kinder in der Schule Produkte aus der Region essen. „Auch die gesundheitliche Überwachung der Aufräumarbeiter am Kraftwerk durch Tepco ist extrem mangelhaft“, berichtete eine Aktivistin aus Japan. Nur etwas 15 % der Arbeiter seien bei Tepco direkt angestellt. Alle anderen arbeiteten für Subunternehmen. Oft seien es Tagelöhner. Bei ihnen würden keinerlei regelmäßige Reihenuntersuchungen zur Gesundheitskontrolle durchgeführt.Die Experten haben im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain vier Tage lang ihre unterschiedlichen Erfahrungen ausgetauscht, sind miteinander ins Gespräch gekommen und haben sich vernetzt. „Wir wollten den Opfern der atomaren Katastrophe eine Stimme geben und einen Dialog ermöglichen“, erklärt der Beauftragte für Friedensbildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Wolfgang Buff. „Die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie war von Anfang an untrennbar verknüpft mit einer Verharmlosung, Vertuschung und Verschleierung der Folgen für Mensch und Umwelt“, kritisiert er.„Einerseits sind wir alle unterschiedlich, aber anderseits sind wir alle gleich in dem Wunsch unsere Kinder zu schützen. Wir alle wünschen uns, dass unsere Kinder gesund und glücklich sind. Es ist sehr wichtig, dass in allen Ländern begriffen wird, dass wir alle gleich sind in unseren Emotionen, in unseren Ängsten und unseren Sorgen über die Zukunft unserer Kinder“, fasste eine Referentin aus Weißrussland ihre Eindrücke von der Tagung zusammen. Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass die Tagung den vielen Engagierten in Deutschland, aber auch in Weißrussland und Japan Mut gemacht hat, den mühsamen Weg der Aufklärung weiterzugehen, bis endlich auch PolitikerInnen dies einsehen und zu Veränderungen bereit sind, um nachfolgenden Generationen eine Welt ohne atomare Bedrohung zu ermöglichen.Informationen zu Programm, ReferentInnen und eine Dokumentation der Internationalen Tagung zu den Folgen von Atomkatastrophen für Mensch und Umwelt finden Sie unter:
www.tschernobylkongress.de

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin,  Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

Wolfgang Buff, Beauftragter für Friedensbildung, Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Praunheimer Landstraße 206, 60488 Frankfurt am Main, Tel.: 069 – 976518-58, Email: wolfgang.buff@zoe-ekhn.de

 

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Dramatischer Anstieg von Krebs bei Kindern

Fukushima:

 

veröffentlicht und zu lesen auf:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/09/fukushima-dramatische-anstieg-von-krebs-bei-kindern-2/

Drei Jahre nach der Reaktor-Katastrophe steigen die Krebsraten bei Japans Bevölkerung. Ein Kinderarzt fand eine 30-fache Erhöhung bei Anwohnern aus Fukushima. Mindestens 75 Menschen sind an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Die Regierung bestreitet jedoch jeden Zusammenhang mit dem Reaktor-Unglück.

Drei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist die Krebsrate bei Jugendlichen aus der Region 30 Mal höher als im Rest Japans. Bei einer Untersuchung von 270.000 Jugendlichen seien 74 Fälle von Schilddrüsenkrebs entdeckt worden, sagte Isamu Takamatsu zum Auftakt der Europäischen Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ am Freitag in Dortmund. Takamatsu ist Mitglied des japanische Ärztenetzwerks zum Schutz von Kindern vor Radioaktivität.

Die Häufigkeit der Erkrankung stieg bei den Patienten, die näher am Unglücksort der Reaktorkatastrophe gewohnt hatten. Die Regierung bestreitet jeden Zusammenhang der Krebserkrankungen mit dem Reaktorunglück, so Takamatsu.

Kürzlich war eine weitere japanische Studie zu einem ähnlichen Schluss gelangt, wie die Japan Times berichtete. Demnach seien 460 Anwohner der Katastrophengegend über einen Zeitraum von anderthalb Jahren auf ihre radioaktive Verstrahlung hin untersucht worden. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass einjährige Mädchen aus der Region ein erhöhtes Risiko hätten, während ihres Lebens an Krebs zu erkranken.

Offiziellen Daten zufolge sind mindestens 75 Menschen an Schilddrüsenkrebserkrankt, wie die Japan Daily Press meldet. Im Februar kamen acht neue Fälle hinzu.

Die inoffiziellen Zahlen dürften jedoch deutlich höher liegen. Japan hat die Zensurbezüglich der Bericherstattung deutlich verschärft (mehr hier). Zudem werden sowohl die Regierung als auch die Betreiberfirma Tepco regelmäßig dabei entlarvt, wie sie die Bürger über das wahre Ausmaß des Unglücks belügen (hier).

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Drei Jahre nach Fukushima!

 

Experten schlagen Alarm:

Deutschland mangelhaft auf Atomunfall vorbereitet

veröffentlicht und zu lesen auf:

http://www.focus.de/politik/deutschland/drei-jahre-nach-fukushima-experten-schlagen-alarm-deutschland-mangelhaft-auf-atomunfall-vorbereitet_id_3653797.html

Deutschland ist nicht ausreichend auf einen nuklearen Störfall vorbereitet. Lücken bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, Sorge um die Infrastruktur, veraltete Prognose-Systeme und überholte Evakuierungs-Konzepte zeigen: Radioaktiven Wolken könnte derzeit nur unzureichend begegnet werden.
Drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima ist Deutschland nicht ausreichend auf einen nuklearen Störfall vorbereitet. Das geht nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ („SZ“) vom Samstag aus einer Stellungnahme der auf Katastrophenfälle spezialisierten Schutzkommission beim Bundesinnenministerium hervor.
Demnach haben „verschiedene Übungen zu kerntechnischen Unfällen“ unter anderem Lücken bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung aufgezeigt. Die Umsetzung entsprechender Vorgaben sei „insbesondere auf Ebene der Kreise und Städte, die für die Durchführung von Schutzmaßnahmen zuständig sind, stark verbesserungswürdig“, heiße es.
„Nicht ganz auf der Höhe der Zeit“
Vielerorts fehle es etwa an Strahlenschutzärzten, die Aufschlüsse über die nukleare Belastung der Bevölkerung gewinnen könnten. „Die Schutzkommission fordert daher eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und Nachsorge der Betroffenen und Besorgten“, heißt es in dem Bericht.
Wie die „SZ“ weiter berichtet, sind den Experten zufolge auch die Prognose-Systeme für möglichen radioaktiven Fallout und die Evakuierungs-Konzepte im Fall von Atomunfällen „nicht ganz auf der Höhe der Zeit“. Dazu werden normalerweise Wetterdaten herangezogen, um die Bewegung einer radioaktiven Wolke zu simulieren.
Evakuierungskonzepte längst überholt
Das Bundesamt für Strahlenschutz unterhält jedoch auch ein Netz von Messstellen, die schon kurz nach einem Unglück echte Messdaten liefern – beide Methoden müssten besser miteinander verknüpft werden, fordern der „SZ“ zufolge die Experten. Auch das deutsche Strahlenschutzamt sei dieser Auffassung. An einer ensprechenden Aufbereitung der Daten werde gearbeitet, so ein Sprecher.
Weil mit den genaueren Prognosen möglich sei, „die Räumung von Sektoren je nach Gefahrenlage zeitlich zu staffeln“, seien die bislang für die Evakuierung vorgesehenen kreisförmigen Gebiete um Atomanlagen nicht länger geeignet: Treten – wie in Fukushima – radioaktive Stoffe nicht auf einen Schlag in großen Mengen sondern verteilt über einen längeren Zeitraum hinweg aus, verändern sich auch die Folgen für die Bevölkerung: Je nach Wind ist mal die eine, dann die andere Region betroffen.
„Deutschland wäre beim Atomunfall überfordert“
„Zur Vermeidung möglicher sozialer Unruhen“ müsse die Bevölkerung ausreichend informiert werden. Auch die Infrastruktur dürfe nicht verfallen, „für den Fall der Rückkehr der Bevölkerung in das betroffene Gebiet“. Ausgehend von den Erfahrungen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sollte die Katastrophenschutz-Kommission prüfen, inwieweit deutsche Stellen auf ein vergleichbares Unglück vorbereitet wären.
Die Grünen fordern bessere Konzepte für den Notfall auch von der Politik: „Deutschland wäre beim Atomunfall überfordert“, sagte die Atomexpertin Sylvia Kotting-Uhl der „SZ“. Die zuständigen Ministerien müssten „endlich aufwachen“. Veränderungen im Katastrophenschutz sind allerdings Sache der Innenminister der Länder.

Auch die vom Umweltministerium eingesetzte Strahlenschutzkommission hatte jüngst über über Konsequenzen aus Fukushima beraten: Die Evakuierungszonen sollten demnach ausgeweitet werden. Genauso wie die Kommission des Innenministeriums – renommierte Wissenschaftler, die die Bundesregierung ehrenamtlich beraten – fordern die Experten zudem, dass bundesweit Jodtabetten bereitgehalten und ihre Ausgabe „praxisgerecht vorbereitet“ werden. Sie beugen einer Aufnahme radioaktiver Stoffe über die Schilddrüse vor.

VIDEO: 100 Tonnen hochradioaktives Wasser in Fukushima ausgelaufen
Tankleck in Fukushima: 100 Tonnen hochradioaktives Wasser ausgelaufen

 

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